Wer ist die Franco-Bavaria?

Die Franco-Bavaria ist eine Katholische Österreichische Hochschulverbindung im ÖCV.

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Gibt es Aufnahmekriterien um bei euch Mitglied werden zu können?

Ja. Als ordentliches Mitglied kann nur aufgenommen werden, wer

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Nehmen wir auch Ausländer auf?

Ja. Grundsätzlich wird jeder aufgenommen der die Aufnahmekriterien erfüllt.

(Siehe oben)

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Nehmen wir Protestanten auf?

Nein. Als katholische Verbindung weiß sich Franco-Bavaria der katholischen Kirche zugehörend. Gerade deshalb ist für uns eine ökumenische Haltung wichtig und wir unterstützen alle ernsthaften Bemühungen um eine Vereinigung der christlichen Kirchen. Aus diesem Grund nehmen wir auch keine evangelischen Christen auf, da dies die evangelische Kirche nicht goutiert. Da wir uns als Katholiken grundsätzlich dem Sendungsauftrag der katholischen Kirche und ihrem kirchlichen und sakramentalen Leben verbunden fühlen, kämen engagierte evangelische Christen unter Umständen in Gewissenskonflikte.

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Nehmen wir Nicht-Katholiken auf?

Nein. Die Franco-Bavaria bekennt sich seit ihrer Gründung am 4. Dezember 1908 zum katholischen Glauben. Als Gemeinschaft von katholischen Studenten und Akademikern verstehen wir uns - unter Wahrung unserer traditionellen Eigenständigkeit - der katholischen Kirche angehörend. Wir sind, durch die in der Kirche überlieferte Offenbarung in Jesus Christus, Gott und dem Nächsten verbunden und daraus zum Guten motiviert.

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Nehmen wir Mädchen auf?

Nein. Die Franco-Bavaria ist ein historisch gewachsener Männerbund, dem wir alle freiwillig und bewusst beigetreten sind. Diesen Männerbund wollen wir auch in Zukunft bewahren. Für uns stellt das Zusammensein im Kreise der Bundesbrüder nämlich ein einzigartiges Erlebnis dar. Daher sind einige wenige unserer Veranstaltungen unseren Mitgliedern vorbehalten. Dennoch anerkennen wir die Wichtigkeit und Stellung der Frau in unserer heutigen Gesellschaft und freuen uns immer Damen und Gäste auf unseren Veranstaltungen begrüßen zu können.

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Können wir die Zukunft entscheidend mitgestalten?

Ja. Wir arbeiten in öffentlichen, wirtschaftlichen, religiösen, kulturellen und politischen Gremien aktiv mit und können so die Zukunft mitgestalten.

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Hilft dir die Mitgliedschaft in der Franco-Bavaria im Beruf?

Ja. Die unterschiedlichsten Studienrichtungen unserer Franco-Bavaria ermöglichen es, sich über seinen Fachbereich hinaus weiterzubilden und Erfahrungen aus-zutauschen. Du lernst bei uns durch "training on the job" Aufgaben, wie die Zusammenstellung eines Semesterprogrammes, die Erstellung und Kontrolle des Budgets, die Organisation von Veranstaltungen bis hin zum Marketing, erfolgreich im Team umzusetzen und Führungsqualität zu erwerben. Weiters bist Du Mitglied im größten Österreichischen Akademikerverband, dem ÖCV, einer von ca. 12.000 Studenten und Akademikern, die in allen Bereichen des öffentlichen, wirtschaftlichen, religiösen, kulturellen und politischen Lebens tätig sind. Wir lernen und profitieren von einander, fordern und fördern uns gegenseitig. Nur eigene Leistung und Verantwortung werden dich in der Franco-Bavaria und in deinem Beruf weiterbringen.

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Sind wir eine farbentragende Verbindung?

Ja. Die Katholisch österreichische Hochschulverbindung Franco-Bavaria ist wie alle Verbindungen im österreichischen Cartellverband (ÖCV) eine farbentragende Studentenverbindung. Unter "Farben" versteht der Couleurstudent das Tragen von Band und Mütze (auch Deckel). Die Mitglieder einer Verbindung tragen die gleichen zumeist dreifärbigen Bänder und eine dazugehöende Kopfbedeckung. Eine farbentragende Verbindung trägt diese Symbole der studentischen Gemeinschaft im Gegensatz zu nicht-farbentragenden studentischen Verbänden auch in der Öffentlichkeit. Die Farben symbolisieren die Gemeinsamkeit aller Mitglieder einer Verbindung unabhängig von deren Alter, Beruf und Herkunft.

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Ist der die Franco-Bavaria ein Geheimbund?

Nein. Die Franco-Bavaria ist ein im Vereinsregister offiziell eingetragener Verein. Wir sind ständig bemüht mit unserem gesellschaftlichen Umwelt in Kontakt zu treten und diesen zu pflegen. Die Mitgliedschaft in der Franco-Bavaria steht jedem offen, der die Aufnahmekriterien erfüllt.

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Ist die Franco-Bavaria eine Vorfeldorganisation der ÖVP?

Nein. Die Franco-Bavaria ist ein eigenständiger, rechtlich unabhängiger Verein. Der ÖCV und seine Verbindungen sind ausdrücklich nicht parteipolitisch gebunden. Ein Naheverhältnis zwischen ÖCV und ÖVP ergibt sich durch die gemeinsamen Prinzipien, Werte und die katholische Lebenseinstellung. Seit der Gründung der ÖVP 1945 engagieren sich Mitglieder unserer Verbindung in der Österreichischen Volkspartei.

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Ist der ÖCV eine kirchliche Organisation?

Nein. Der ÖCV ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände (AKV). Viele unserer Mitglieder sind aktiv in kirchlichen Laienorganisationen tätig.

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Sind wir deutschnational?

Nein. Der Österreichische Cartellverband (ÖCV) bekennt sich in seinen Satzungen ausdrücklich zum souveränen Staat Österreich. Eine Reihe von CVern musste für diese Überzeugung in der NS-Zeit mit ihrem Leben büßen. Das Bekenntnis zur demokratischen Republik, dem Rechtsstaat, dem österreichischen Föderalismus und der europäischen Integration sind für unsere Mítglieder eine Selbstverständlichkeit, die sich nicht mit dem Gedankengut links- oder rechtsextremer Vereinigungen vereinen lassen.

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Ist die Franco-Bavaria eine schlagende Verbindung oder Burschenschaft?

Nein. Die wichtigsten Unterschiede zwischen den katholischen und den schlagenden Verbindungen (Korporationen) sind bereits in der Geschichte begründet. Die ersten katholischen CV-Verbindungen wurden ab der Mitte des 19. Jahrhunderts als eine Gegenbewegung gegen die Vorherrschschaft der schlagenden Korporationen an den Hochschulen des deutschen Sprachraums gegründet. Die katholischen Studenten lehnten das liberale und stark antiklerikale Gedankengut der national-freiheitlich orientierten Mitglieder der Schlagenden (im besonderen der Burschenschaften) ab. Der katholische Glaube verbietet ein vorsätzliches Verletzen des Gegners und daher lehnten die katholischen Studenten als erste studentische Vereinigung Duell und Mensur ab. An den österreichischen Hochschulen versuchten die Schlagenden mit allen Mitteln bis zur nackten Gewalt ein Auftreten der CV-Verbindungen zu verhindern. Heute unterscheidet sich der ÖCV von den Schlagenden durch sein klares Bekenntnis zu Österreich.

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Unterscheiden wir uns von schlagenden Verbindungen und Burschenschaften?

Ja. Die wichtigsten Unterschiede zwischen den katholischen und den schlagenden Verbindungen (Korporationen) sind bereits in der Geschichte begründet. Die ersten katholischen CV-Verbindungen wurden ab der Mitte des 19. Jahrhunderts als eine Gegenbewegung gegen die Vorherrschschaft der schlagenden Korporationen an den Hochschulen des deutschen Sprachraums gegründet. Die katholischen Studenten lehnten das liberale und stark antiklerikale Gedankengut der national-freiheitlich orientierten Mitglieder der Schlagenden (im besonderen der Burschenschaften) ab. Der katholische Glaube verbietet ein vorsätzliches Verletzen des Gegners und daher lehnten die katholischen Studenten als erste studentische Vereinigung Duell und Mensur ab. An den österreichischen Hochschulen versuchten die Schlagenden mit allen Mitteln bis zur nackten Gewalt ein Auftreten der CV-Verbindungen zu verhindern. Heute unterscheidet sich der ÖCV von den Schlagenden durch sein klares Bekenntnis zu Österreich.

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Werden Säbel (=Schläger) getragen?

Ja. Wir tragen Waffen nur als Bestandteil der studentischen Festtracht (Wichs), die von unseren Mitgliedern bei besonderen feierlichen Anlässen getragen wird. Diese sog. "Schläger" sind reine Zierwaffen, die nur stumpfe Klingen haben und für eine Auseinandersetzung mit einem Gegner völlig ungeeignet sind. Die Ablehnung der Austragung von Ehrenstreitigkeiten mit der Waffe steht am Anfang der Geschichte der katholischen Verbindungen. Der katholische Glaube verbietet den Mitgliedern von katholischen Verbindungen das Austragen von Duell oder Mensur.

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Werden in der Franco-Bavaria Duelle/Mensuren gefochten?

Nein. Aus unserem katholischen Selbstverständnis heraus lehnen wir jegliche Art von gewalttätigen Auseinandersetzung wie z.B. Duelle ab und verurteilen diesen Unsinn aufs Schärfste. Vielmehr legen wir Wert auf Charakterstärke und menschliche Größe des Einzelnen.

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Wer ist der ÖCV?

Der ÖCV ist der größte Akademikerverband Österreichs. Er besteht aus 44 katholischen Hochschulverbindungen, die in allen Universitätsstädten Österreichs angesiedelt sind. Insgesamt umfasst der ÖCV ca. 12 000 Mitglieder (10.000 Akademiker, 2.000 Studierende), die in allen Bereichen des religiösen, kulturellen, politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens tätig sind. Weitere Informationen findest Du auf der ÖCV Homepage.

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Gibt es Literatur über das katholische Couleurstudententum?

Ja. Um einen näheren Einblick in die Geschichte des katholischen Couleurstudententums zu erhalten, empfehlen wir an erster Stelle das Buch "Der CV in Österreich. Seine Entstehung. Seine Geschichte. Seine Bedeutung" von Gerhard Hartmann.

Die Geschichte des CV in Österreich von der Gründung der ersten Verbindungen bis zur NS-Zeit erarbeitet Gerhard Popp in seinem Buch "Der CV in Österreich 1864-1938. Organisation, Binnenstruktur und politische Funktion".
Einen Überblick über das Schicksal der Verbindungen und ihrer Mitglieder in der Nazizeit gibt das Buch: "Farbe tragen, Farbe bekennen. Katholische Korporierte in Widerstand und Verfolgung".
Unentbehrlich um die Geschichte einzelner österreichischer und deutscher CV-Verbindungen nachzugehen ist das "Lexikon der CV- und Ö–CV-Verbindungen" von Siegfried Schieweck-Mauck.
Für eine Vertiefung zur Geschichte von studentischen Vereinigungen und im Besonderen zur unterschiedlichen historischen Entwicklung von schlagenden und katholischen Verbindungen ist die Lektüre von "O alte Burschenherrlichkeit. Die Studenten und ihr Brauchtum" von Peter Krause unentbehrlich.

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